
Dezember 19, 2009 | Geschrieben von hkl - Kategorie
Wirtschaft
Der weltberühmte Ökonom Joseph Schumpeter hielt einen langen, dauerhaften Niedergang der Wirtschaft nicht für möglich. Den Zusammenbruch von Unternehmen in einer Wirtschaftskrise nannte er eine schöpferische Zerstörung, die Unternehmer selbst bezeichnete er als dynamisch. Seiner Meinung nach schaffen die Krisen des Kapitalismus nichts anderes als die Basis für einen neuen Aufschwung. Die Wirtschaftskrisen würden überwunden, weil innovative Unternehmer die Wirtschaft voranbringen. Der Ökonom vertrat die Meinung, dass sich vieles im Konjunkturverlauf selbst regeln würde – ohne Eingriffe des Staates, der Milliarden in Ausgabeprogramme investiert. Die Unternehmer würde eine Krise selbst in den Griff bekommen. Ihm gelingt es laut Joseph Schumpeter, neue Dinge zu produzieren oder bekannte Dinge neu zu entwickeln.
Die Rolle der Pionierunternehmer
Der Unternehmer ist kreativ, schafft Innovationen und bring die Wirtschaft in Schwung. Der Pionierunternehmer verbreitet neue Produkte und verdrängt damit die etablierten Anbieter vom Markt. Der Pionierunternehmer erzielt hohe Gewinne, die so genannten Monopolrenditen. Diese Profite locken wiederum andere Unternehmer an, die die Produkte des Pionierunternehmers nachahmen und verändern.
Irgendwann ist der Markt dann von den vielen neuen Waren gesättigt. Die Konjunktur bricht ein. Für Joseph Schumpeter ist das keine Tragödie. Denn die Krise hält nur bis zum nächsten Prozess der schöpferischen Zerstörung an. Es werden neue Pionierunternehmer kommen, die den nächsten Aufschwung anstoßen.
Joseph Schumpeter: “Der Misserfolg verliert seine Gefahr”
Joseph Schumpeter war der Ansicht, dass die Pleite eines Unternehmens kein Zeichen von Schwäche sei, sondern der Ausweis einer starken Wirtschaft. Im Laufe seiner Karriere als Ökonom kam joseph Schumpeter zu der Einsicht, dass sich einige seiner theoretischen Ansichten nicht mir der Realität vertragen. Denn die notwenige Innovationsfähigkeit von Unternehmen könne leiden, wenn ihnen zu viele Risiken abgenommen werden. Außerdem hielt er die zunehmende Vermachtung der Wirtschaft in großen Konzernen für problematisch. Die könnten sich Fehler leisten, ohne dafür bestraft zu werden.
Joseph Schumpeter war davon überzeugt, dass der Kapitalismus nicht überleben kann, wenn seine Risiken wegfallen. Der große Ökonom hätte Rettungsaktionen für große Unternehmen wie Opel strikt abgelehnt. Denn wer die schöpferische Zerstörung nicht zulässt, schafft unwirtschaftliche Strukturen. Den einzigen Treibstoff für die Konjunktur, den Schumpeter gelten ließ, waren einzig und allein Innovationen.
Von Hans Klumbies
Kategorien: Wirtschaft |
Tags: Gewinn, Innovationen, Joseph Schumpeter, Kapitalismus, Konjunktur, Konjunkturprogrqamme, Konjunkturverlauf, Konzerne, Markt, Monopolrendite, Opel, Pionierunternehmer, Pleite, Produkte, Profit, Risiko, Staat, Unternehmen, Unternehmer, Waren, Wirtschaft, Wirtschaftsaufschwung, Wirtschaftskrise |
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