Die Insekten sind die wahren Beherrscher der Erde

Mit etwa 900.000 Arten sind die Insekten die größte Tiergruppe überhaupt. Biologen vermuten, dass es ungefähr eine Trillion dieser Tiere auf der Erde gibt. In der Biologie werden Insekten mit ähnlichen Merkmalen zu so genannten Ordnungen zusammengefasst. Die größte Gruppe sind die Käfer, die aus über 350.000 Arten besteht. Es folgen die Schmetterlinge und die Hautflügler mit ihren Vertretern Biene und Wespe. Insekten unterscheiden sich von anderen Tieren dadurch, dass sie erstens sechs Beine haben und zweitens einen Körper besitzen, der in Segmente aufgeteilt ist. Von diesen Einkerbungen leitet sich auch der Name der Insekten her, der vom lateinischen Wort „insecta“ stammt, das „die Eingeschnittenen“ bedeutet.

Die Metamorphose des Schmetterlings

Insekten erkennt man außerdem an zwei weiteren typischen Merkmalen: sie besitzen lange Fühler und große Facettenaugen, die aus vielen kleinen Einzelaugen bestehen und durch die sie die Welt wie durch ein Raster sehen. Eine weitere Gemeinsamkeit der Insekten ist ihr kleiner Wuchs. Das größte Insekt ist die Stabheuschrecke, die bis zu 30 Zentimeter lang werden kann. In der Tierwelt sind die Insekten die Meister der Verwandlung. Einige von ihnen wechseln mehrmals im Leben ihr Aussehen.

Der Schmetterling entwickelt sich zum Beispiel aus einem Ei, aus dem zuerst eine Raupe entsteht, die sich von Blättern ernährt. Wenn sie eine gewisse Größe erreicht hat, folgt der Lebensabschnitt des Puppenstadiums. In dieser Phase werden die inneren Organe des Insekts umgebaut und es entstehen die Flügel und ein Rüssel zum Saugen. Wenn der Schmetterling sein Puppenhaus verlässt, ist die Metamorphose abgeschlossen.

Die Bauten der Termiten sind bis zu sieben Meter hoch

Andere Insekten durchlaufen keine Stadien der Metamorphose, sondern sehen den erwachsenen Tieren schon nach dem Schlüpfen sehr ähnlich. In der Wachstumsphase müssen sich diese Insekten mehrmals häuten, da sie nicht wie andere Tiere über ein Skelettgerüst verfügen, sondern durch einen starren Chitinpanzer geschützt werden. Nur wenige Insekten leben in großen Gruppen wie beispielsweise die Ameisen zusammen.

Wie der Mensch haben sie sich zu Staaten organisiert, in dem jedes Tier eine ganz bestimmte Aufgabe zu erfüllen hat. Es gibt Kinderpfleger, Krieger und Futtersammler. Insekten, die in großen Staaten zusammenleben, haben es in Baukunst weit gebracht. Bienen und Wespen bauen formvollendete Nester, die Ameisen geben sich mit Hügeln zufrieden. Ganz hoch hinaus wollen die Termiten, deren Bauten bis zu sieben Meter hoch werden können.

Bei dem Wort Insekten denken viele Menschen an lästiges Ungeziefer wie Mücken, Läuse oder Flöhe. Doch Insekten sind nicht nur Plagegeister, sie können auch sehr nützlich sein, wie zum Beispiel der Marienkäfer, der in seiner Larvenphase Unmengen von Blattläusen verzehrt. Ein weiteres positives Exemplar ist die Biene, die nicht nur wohlschmeckenden Honig liefert, sondern die Pflanzen bei ihrer Vermehrung unterstützt, indem sie den Blütenstaub von einer Blüte zur nächsten trägt.

Von Hans Klumbies


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