Der Erfolg vermittelt Menschen ein gutes Gefühl

Selbstwirksamkeitsüberzeugung ist ein langes und schwieriges Wort. Dabei ist die Sache selbst sehr einfach. Christan Thiel erklärt: „Wer Probleme bewältigt, fühlt sich gut, einerlei, welcher Art und Größe sie sind. Es reicht schon, dass wir es schaffen, die neu gekaufte Lampe zusammenzubauen und anzuschließen – gleich fühlen wir uns besser.“ Diese Menschen sind stolz auf ihre Leistung, denn sie haben ein Stück ihrer ganz persönlichen Welt verbessert, und dadurch steigt ihr Gefühl, Einfluss auf den Lauf der Dinge zu haben. Psychologen nennen dieses Gefühl Selbstwirksamkeitsüberzeugung, das heißt, ein Mensch ist davon überzeugt, in seinem Leben etwas bewirken zu können. Diese Überzeugung der Selbstwirksamkeit hat einen enormen Einfluss auf das Selbstwertgefühl. Christian Thiel ist freier Autor und Single- und Paarberater.

Lebensfreude erzeugt bei den Mitmenschen das gleiche Gefühl

Menschen fühlen sich einfach besser, wenn sie Erfolg haben. Sie spüren dabei ihre Fähigkeiten, ihr Können. Viele Männer und Frauen stärken ihre Überzeugung der Selbstwirksamkeit ganz instinktiv, wenn sie seelisch aus dem Gleichgewicht geraten sind. Bei den Frauen ist ein Beispiel das sogenannte Frustputzen. Christian Thiel erläutert: „Wenn irgendetwas schiefgegangen ist, greifen sie zum Wischeimer und hören erst dann wieder auf, wenn die Wohnung blitzt und glänzt.“ Männer putzen bekanntlich nicht so gerne wie Frauen, außer es handelt sich dabei um ihr Auto.

Wenn Männer ihre Überzeugung der Selbstwirksamkeit steigern wollen, wählen sie andere Tätigkeiten. Sie streichen beispielsweise einen Stuhl neu an, arbeiten im Garten oder am Auto. Am Ende haben Männer wie Frauen das Gefühl verstärkt, Einfluss auf ihre ganz persönliche Welt zu haben. Und weil sie sich danach besser fühlen, sind ihre Chancen gut, jetzt auch andere Aufgaben zu bewältigen. Für den Partner sind Menschen in einer solchen Verfassung sehr attraktiv. Denn wer Lebensfreude ausstrahlt, erzeugt in seiner Umgebung ebenfalls Freude am Leben.

Soziale Unterstützung hilft bei der Lösung von Problemen

Wer den Eindruck hat, zunächst mit einem kleinen Vorhaben anfangen zu wollen, den täuscht sein Gefühl nicht. Wenn man dagegen gleich das größte Problem in Angriff nehmen möchte, dann wird auch das möglicherweise der richtige Weg sein. Es kommt bei beiden Ansätzen darauf an, die Kraftreserven richtig einzuschätzen. Christian Thiel warnt: „Sie sollten sich allerdings keine unrealistischen Ziele setzen.“ Eine berufliche Veränderung zum Beispiel kann ein wichtiges Ziel für einen Menschen sein.

Aber eine Berufsveränderung benötigt einfach Zeit. Daher ist es ratsam, sich in einem solchen Fall Teilziele zu setzen, die man bald erreichen kann. So ein realistisches Ziel wäre es beispielsweise, sich jede Woche sich über einen neuen potentiellen Arbeitgeber zu informieren. Man kann bei der Reihenfolge, in der man seine Vorhaben und Pläne angeht, wirklich nichts verkehrt machen, indem man einfach seinem Gefühl folgt. Wer Lösungen finden muss, sollte sich dabei soziale Unterstützung sichern: Freude, Familie, Partner oder Experten. Quelle: „Was glückliche Paare richtig machen“ von Christian Thiel

Von Hans Klumbies

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.