Kategorie 'Psychologie'

Geschwister lieben und hassen sich gleichzeitig

Geschwister lernen voneinander, auch wenn sie sich dauern streiten. Das haben Entwicklungspsychologen und Familienforscher in neuen Studien herausgefunden. Heftige Emotionen gegenüber Schwestern und Brüdern sind nach Ansicht von Geschwisterforschern normal. Dazu zählt die Liebe ebenso wie der Hass. Der Münchner Entwicklungspsychologe Hartmut Kasten erläutert: „Es ist typisch für die Beziehung zwischen Geschwistern, dass negative und positive Gefühle gleichzeitig stark vorhanden sind.“

Sexualität bedeutet Intimität und Zuneigung

Zum Verständnis der Spannungen und der Erregungen, in die die Sexualität den Menschen versetzen kann, ist es wichtig, die möglichen Bedeutungen der Sexualität zu kennen. Es gibt Menschen, die betrachten den Sex als bloßes Mittel der Fortpflanzung. Seine Bedeutung liegt dann darin, die Befruchtung der Eizelle durch die Samenzelle zu erreichen und so neues Leben zu erzeugen. Bei der künstlichen Befruchtung erfolgt die Fortpflanzung komplett ohne Sexualität.

Mihaly Csikszentmihalyi: “Flow ist reines Vergnügen”

Einem größerem Publikum bekannt geworden ist der Psychologe Mihaly Csikszentmihalyi (Aussprache: Tschiksentmihei) durch sein berühmtestes Buch „Flow“ (Verlag: Klett-Cotta 2007). Darin behauptet er, es lohne sich nicht dem Glück hinterherzulaufen, vielmehr sollten sich die Menschen darauf konzentrieren, was sie stark mache und was sich als wahr empfänden und genau diese Dinge so oft wie möglich tun.

Erich Fromms Gedanken über die Liebe und die Ehe

Für Erich Fromm ist die Liebe eine Abstraktion, vielleicht eine Göttin oder ein fremdes Wesen. In Wirklichkeit gibt es für ihn nur den Akt des Liebens als ein produktives Tätigsein. Dies beinhaltet, für jemanden zu sorgen, ihn zu kennen, auf ihn einzugehen, ihn zu bestätigen und sich an ihm zu erfreuen. Wer liebt, erweckt einen anderen Menschen zum Leben und steigert seine Lebendigkeit.

Alfred Adler: “Spiele bereiten auf das Leben vor”

Für Alfred Adler gibt es im Leben eines Kindes eine Erscheinung, die sehr deutlich die Vorbereitung auf das Erwachsenenalter zeigt – es sind die Spiele. Sie dienen als wichtige Helfer bei der Erziehung, regen den Geist an, beflügeln die Phantasie und fördern die Geschicklichkeit. Im Spiel zeigt sich fast immer die Vorbereitung für das künftige Leben.

Jeder Mensch entscheidet selbst über sein Leben

… trotzdem Ja zum Leben sagen, ist Viktor Frankls bekanntestes Buch, in dem er über seine Zeit in einem Konzentrationslager der Nazis berichtete. Dabei stellte er fest, dass seine Mitgefangenen entweder einen starken Willen zum Überleben entwickelten oder am Leben verzweifelten und resignierten. Viktor Frankl gibt in diesem Werk bereits einige Erklärungen zu seiner Philosophie vom Sinn, der Logotherapie.

Die Furcht des Menschen vor der Freiheit

Erich Fromm ist der Meinung, dass die Psychologie von einem expliziten Begriff der menschlichen Natur ausgehen muss. So kann er die Feststellung wagen, dass der Mensch auf Freiheit hin angelegt ist; aber ob und wie er diese Freiheit verwirklicht, hängt sehr von individuellen und gesellschaftlichen Gegebenheiten ab. Dasselbe gilt auch für die Individualität oder das menschliche Einzelnsein.

Carl Gustav Jung entdeckt das kollektive Unbewusstsein

Carl Gustav Jung geht davon aus, dass der Mensch die Außenwelt benutzt, um die Innenwelt besser zu verstehen. Vor allem die Symbole der Kunst, der Religion und der Mythologie helfen seit Jahrtausenden die Rätsel des Lebens besser zu verstehen. Das Lebensziel war für Jung die „Individuation“ des Ichs, bei der sich das Unbewusste und das Bewusste vereinen sollten. Darüber hinaus ging er davon aus, dass die Menschen der Ausdruck eines tieferen universellen Bewusstseins sind.

Ständiger Stress macht die Menschen krank

Die Zwänge des Lebens rufen Angst hervor. Insofern die Angst dem Menschen hilft, eine Gefahr nicht zu unterschätzen und sich gegen sie zu wappnen, hat sie gute Dienste geleistet. Im modernen Leben allerdings ist die Angst laut Daniel Goleman meistens unverhältnismäßig und deplaciert. Sie wird nicht durch echte Gefahren ausgelöst, sondern durch alltägliche Situationen oder [...]

Das Konzept von Introvertiertheit und Extrovertiertheit

Hans Eysenck gehört zu den meist zitierten Forschern in der Psychologie des 20. Jahrhunderts. Das ist kein Wunder, denn sein wissenschaftliches Werk umfasst mehr als 50 Bücher und über 900 Fachartikel. Vor allem erforschte er die Unterschiede in der Persönlichkeit. Die Grundlage für seine Forschungen legte er schon in seinem ersten Buch „Dimensions of Personality“, in dem er das Konzept von Introvertiertheit und Extrovertiertheit entwickelte.