Dieses Alphabet stiftet zum selbstbestimmten Leben an

Auf den ersten Blick sieht das neue Buch „Alphabet des selbstbestimmten Lebens“ von Anja Förster & Peter Kreuz aus wie ein Kinderbuch. Im Vorwort schreiben sie, es sei auch eins, wenn auch für Erwachsene. Die visuelle Wirkung des Buchs beruht sicherlich auf den fantasievollen Illustrationen von Andros Link, der sich für jeden der 29 Buchstaben ein sehr schönes Motiv hat einfallen lassen. Das Buch, das man auch wie einen Adventskalender benützen könnte, soll seine Leser zu einem selbstbestimmten Leben anstiften. Es soll ein Mutmacher sein, ausgetrampelte Pfade zu verlassen und den eigenen, selbst gewählten Weg zu gehen. Außerdem geben Anja Förster & Peter Kreuz mit dem „Alphabet des selbstbestimmten Lebens“ eine Liebeserklärung an all diejenigen Menschen ab, die in ihrem Leben und in ihrem Umfeld etwas bewegen.

Echtes Leben braucht Achtsamkeit

Unter „A wie Autopilot“ heißt es, dass derjenige nicht richtig lebt, der nur funktioniert. Denn echtes Leben braucht Achtsamkeit. Braucht die Fähigkeit, im Augenblick wahrhaft präsent zu sein. Braucht echte Entscheidungen. Unter „B wie Bedeutsam“ stellen Anja Förster & Peter Kreuz die Frage: „Welche Dinge sind es wert, getan zu werden?“ Ihre Antwort lautet: „Nur wenn etwas Bedeutung für uns hat, gehen wir an die Grenzen dessen, was möglich ist. Nur dann wagen wir Neues und entwickeln uns weiter.“

Das „F“ steht im „Alphabet des selbstbestimmten Lebens“ für die Freiheit. Wenn ein Mensch nicht weiß, wozu er eigentlich frei sein will, ist jeder Kampf sinnlos. Im Abschnitt „G wie Gefangene“ weist das Autorenduo darauf hin, dass sich viele Menschen der Frage verweigern: „Was will ich eigentlich vom Leben?“ Denn sie fürchten die Konsequenzen, die eine ehrliche Antwort auf diese Frage nach sich ziehen könnte. Diese Menschen werden niemals die Freiheit erfahren, sie werden immer Gefangene bleiben.

You only live once

Das „I“ repräsentiert in diesem Alphabet, wie nicht anders zu erwarten, das „Ich“. Wer seinen eigenen Lebensentwurf erfolgreich umsetzen will, muss nicht von vornherein wissen, was er will, bevor er handelt. Anja Förster & Peter Kreuz erklären: „Die Sache verhält sich umgekehrt: Nur indem sie handeln, können sie herausfinden, wer und was sie eigentlich sind.“ Die ureigene Identität eines Menschen kann sich erst dann entfalten, wenn er verschiedene Möglichkeiten erkundet und ausprobiert hat.

Unter „L wie Leidenschaft“ machen Anja Förster & Peter Kreuz darauf aufmerksam, dass Anpassung eigentlich Stillstand bedeutet: „Wer stets nur seine Pflicht erfüllt, wird nie etwas zum Guten verändern. Denn Veränderung braucht Menschen, die Dogmen in Frage stellen. Leidenschaftliche Menschen.“ „Yolo“, vom Buchstaben „Y“ vertreten, heißt: „You only live once.“ Denn am Ende ihres Lebens bereuen die meisten Menschen nicht die Risiken, die sie eingegangen sind, sondern das, was sie aus Angst vor den Risiken unversucht gelassen haben.

Alphabet des selbstbestimmten Lebens
Anja Förster & Peter Kreuz
Verlag: Förster & Kreuz
Gebundene Ausgabe: Seiten 68, Auflage: 2015
ISBN: 978-3-9816262-3-0, 15,90 Euro

Von Hans Klumbies


Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.