Atemberaubende Fotografien zeigen Afrika von Kairo bis Kapstadt

Seit mehr als fünf Generationen bezaubert und bildet das National Geographic-Magazin mit seinen atemberaubenden Fotografien, lehrreichen Abbildungen und fesselnden Geschichten aus allen Ecken der Erde. Das trifft auch in besonderen Maße auf den Bildband „Afrika“ zu, der eine exklusive Auswahl 200 außergewöhnlicher und packender Afrikabilder aus den Archiven des legendären Magazins vereint – darunter 40 neue Fotografien, die die Schönheit des Kontinents und seiner Landschaften, Geschichte, Kulturen und Wildtiere widerspiegeln. Die Reise durch das faszinierende Afrika beginnt mit atmosphärischen, frühen Schwarz-Weiß-Aufnahmen, führt den Betrachter weiter durch das goldene Zeitalter der Kodachrome-Dias und endet in der heutigen Epoche der digitalen Fotografie. Zu sehen sind unter anderem die nebelverhangenen Vulkane Ugandas, die kühlen Grabstätten Ägyptens, die gleißenden Wolkenkratzer von Simbabwe sowie die Gassen und Suks der Altstadtviertel Algeriens.

Ägypten bildete einen Schwerpunkt der Reportagen des National Geographic-Magazins

Erschienen ist das fantastische Buch über Afrika im Taschen Verlag, der für seine prächtigen Bildbände berühmt ist. Gegliedert ist das Werk über den zweitgrößten Kontinent der Welt in Nordafrika, Zentralafrika, Ostafrika, Westafrika und Südafrika. Neben den einzigartigen Tierwelt und grandiosen Landschaften fanden die Fotografen des National Geographic-Magazins ihre Motive selbstverständlich auch in den Sitten und Gebräuchen der Einheimischen, die in großer Zahl und Vielfalt in Afrika leben.

Von Beginn an hatte National Geographic ein großes Interesse an Ägypten, denn dieses gehörte neben Athen, Konstantinopel und Jerusalem im 19. Jahrhundert zu den wichtigsten Stationen einer großen Rundreise im östlichen Mittelmeer. Das Land hatte nicht nur den Nil und das chaotische Kairo zu bieten, sondern auch die sagenhaften Pyramiden und ein brandneues Wunder der Ingenieurskunst, den Suezkanal. Auch fielen die Anfangsjahre des Magazins mit den sensationellen Funden der ägyptischen Archäologie zusammen.

National Geographic setzt sich für den Erhalt der afrikanischen Tierwelt ein

National Geographic entwickelte sich im Lauf seiner Geschichte auch zu einem entschiedenen Fürsprecher für die Erhaltung afrikanischer Landschaften und ihrer Tierwelt. Bereits im September 1960 warnte das Magazin in einem brillant dargebotenen Fotoessay mit dem Titel „The Last Great Animal Kingdom“ davor, dass die in freier Wildbahn lebenden Tiere Afrikas zunehmend seltener wurden und verschwanden. Eine weitere Begleiterscheinung des mittlerweile progressiven Blickwinkels der Zeitschrift war eine zunehmende Berichterstattung über städtisches Leben in Afrika.

Die atemberaubenden Fotos und glänzend geschriebenen Berichte des National Geographic Magazins spiegeln es wider – Afrika bleibt eine komplexe und rätselhafte Weltgegend, deren Verhältnis zum Westen vom Erbe der Sklaverei, Gewalt, Ausbeutung und einer nach wie vor rassistischen Einstellung verhafteten Herablassung belastet ist. Über die Jahre hat die Zeitschrift annähernd 700 Artikel über Afrika veröffentlicht. Der Bildband „Afrika“ entführt auf eine Zeitreise, die in informativen Texten und wunderbaren Fotografien dokumentiert, wie sich das Magazin und der Kontinent seit den 1880er Jahren entwickelt hat.

Afrika
National Geographic. In 125 Jahren um die Welt
Essay: Joe Yogerst
Reuel Golden (Hrsg.)
Verlag: Taschen
Gebundene Ausgabe: 311 Seiten, Auflage: 2018
ISBN: 978-3-8365-6873-9, 50,00 Euro

Von Hans Klumbies

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.