Artikel aus Dezember 2009

Harry Gordon Frankfurt – Willensfreiheit und Liebe

In der Liebe gibt es für Harry Gordon Frankfurt keine Zweideutigkeiten und keine Korruption. Wenn sich zwei Menschen lieben, wissen sie, um was sie sich Sorgen machen müssen und welche der eigenen Wünsche in Handlungen umgesetzt werden sollen. Die Liebenden besitzen einen entschlossenen und freien Willen. Wer weder sich selbst noch andere liebt, nimmt sich selbst nicht ernst, ist ohne Entschlusskraft und Orientierung, voller Selbstzweifel und heteronom. Frankfurter ist davon überzeugt, dass die Liebe eine größere Autorität für die Integrität und die Lebensführung eines Menschen beansprucht, als es rationale und moralische Normen es je könnten.

Bülent Tulay: "Ohne Frieden gibt es keine Hoffnung"

Die Deutsch-Türkische Wirtschaftsvereinigung ruft in ihrer Weihnachtsbotschaft zu einem friedlichen Miteinander von Deutschen und Türken auf. Die Menschen aller Nationen leben in sehr schwierigen Zeiten, in denen sie mehr verunsichert sind, als dass sie an eine glückliche und friedliche Zukunft glauben. Deutschland und die Welt schließen ein extrem schwieriges Geschäftsjahr ab. Die Unternehmen mussten mit Exportrückgängen, Abschwungraten, Konkursen, staatlichen Marktunterstützungsprogrammen beziehungsweise Bürgschaften leben, deren Dimensionen sie sich vorher nicht einmal vorstellen konnten. Bülent Tulay, der 1. Vorsitzende der Vereinigung, setzt in diesen Zeiten der Krise ganz auf den Frieden zwischen den Menschen und Völkern.

Erik Erikson wird durch Psychobiographien berühmt

Erik Erikson ging darüber hinaus und unterteilte den gesamten Lebenszyklus eines Menschen in acht psychosoziale Stufen von der Geburt bis ins hohe Alter. Immer wenn eine Phase endet, erleidet der Mensch eine Krise, da seine Identität ins Wanken gerät. Das Individuum kann in einer solchen Phase zwischen Stagnation und Wachstum wählen. Berühmt wurde Erik Erikson mit seinen Psychobiografien wie über Gandhi und Martin Luther, indem er die psychologische Analyse auf das Leben berühmter Personen anwandte. Bei Luther sah eine beispielhafte Identitätskrise gegeben, die er in dem Werk „Der junge Mann Luther. Eine psychoanalytische und historische Studie“ beschrieb.

Ernest Hemingway: "Der Mensch darf nicht aufgeben"

Das Leben Ernest Hemingways spiegelt sich in den Helden seiner Romane und Kurzgeschichten. Der Schriftsteller und seine Hauptdarsteller suchten verzweifelt nach Sinn und Halt in einer Welt, die keine Orientierung mehr bot und vom Verlust der Werte gekennzeichnet war. Hemingway und seine Helden setzten der Welt ihre Abenteuerlust und Lebenslust entgegen, die sich gegen den Tod behaupten mussten. Denn Hemingway war der Ansicht, dass das Leben erst mit der Begegnung und der Konfrontation mit dem Tod, Würde und Wert erlangt.

Deutschlands mächtigster Banker Josef Ackermann

Immer wieder betont Josef Ackermann in seinen Reden und Vorträgen, wie segensreich die Banken für die Unternehmen wirken und eine wichtige Funktion als Finanziers der Wirtschaft erfüllen. Er ist davon überzeugt, dass man mit jeder neuen Regulierung nicht nur den Banken, sondern auch der realen Wirtschaft schadet. Und Josef Ackermann hat Macht. Es gibt Tage, da macht die Regierung genau das, was Josef Ackermann ihr vorgeschlagen hat. In Regierungskreisen heißt es, dass ohne ihn und sein Wissen um den Zustand der Finanzbrache, die Bundesregierung den Bankenrettungsschirm in seiner jetzigen Form nicht zustände gebracht hätte.