Die emotionale Intelligenz sorgt für den Berufserfolg

Daniel Goleman schrieb 1995 den Bestseller „EQ. Emotionale Intelligenz“ (Dtv). Drei Jahre später versuchte er in seinem Buch „EQ2. Der Erfolgsquotient“ (Dtv) 25 Kompetenzen zu definieren, die darüber entscheiden, ob ein Mensch im Beruf Erfolg hat oder nicht. Gleichzeit legte der Autor dar, warum sich Firmeninhaber darum bemühen sollten, emotional intelligente Unternehmen aufzubauen. Akademische oder technische Fertigkeiten sind laut Daniel Goleman nur noch Voraussetzungen für den Einstieg in bestimmte Jobs. Was erfolgreiche Menschen in ihren speziellen Fachgebieten besonders auszeichnet sind Eigenschaften wie Durchhaltevermögen, Tatkraft, Optimismus, Anpassungsfähigkeit und Empathie.

Intelligente Emotionen machen Unternehmen erfolgreich

In einem umkämpften Wirtschaftsumfeld sind es vor allem die emotional intelligenten Fähigkeiten, die ein Unternehmen erfolgreich machen. Daniel Goleman wertete eine Umfrage bei 120 Unternehmen aus, in der die Mitarbeiter die Talente beschreiben sollten, die sie für den Arbeitgeber wertvoll machten. 67 Prozent der genannten Fähigkeiten waren emotionaler Art.

Dazu zählen: Kommunikationsfähigkeit und die Fähigkeit sich schnell bei Veränderungen anzupassen und Rückschläge zu verkraften. Außerdem gehören dazu die Zuversicht, die Motivation und der Wunsch, sich beruflich weiterzuentwickeln. Weitere Kompetenzen sind die Team- und Konfliktfähigkeit, der Ehrgeiz sowie der Leistungs- und Führungswille.

Die fünf wichtigsten Kompetenzen für den Berufserfolg

Von den 25 Kompetenzen sind fünf für den Erfolg im Beruf besonders wichtig. Die Selbstwahrnehmung vermittelt das Wissen um die eigenen Stärken und Schwächen. Die Selbstregulierung ist die Fähigkeit emotionalen Stress zu bewältigen und die eigenen Gefühle zu kontrollieren. Die Motivation hilft den Mitarbeitern, eine Leistungs- und Zielorientierung zu entwickeln, Rückschläge hinzunehmen sowie Durchhaltevermögen zu beweisen.

Wer mit der Fähigkeit der Empathie ausgezeichnet ist, kann die Gefühle und Gedanken anderen Menschen wahrnehmen und auf sie Einfluss ausüben. Soziale Fähigkeiten zeichnen sich durch ein Gespür für soziale Netzwerke aus und sind bei der Kommunikation und beim Teamwork eine große Hilfe. Daniel Goleman ist der Auffassung, dass der Intelligenzquotient nur für 25 Prozent der Arbeitsleistung eines Menschen zuständig ist.

Der Unterschied zwischen Intelligenzquotient und emotionaler Intelligenz

Entscheidend sind für Daniel Goleman die emotionalen und sozialen Kompetenzen, die Führungskräfte vom Rest der Mannschaft unterscheiden. Neben Ehrgeiz und die Fähigkeiten ein Team zu führen, sollte die Spitzenkräfte eines Unternehmens folgende Eigenschaften aufweisen: die Fähigkeit, Entscheidungen für die Zukunft aus einer Vielzahl von Informationen abzuleiten. Sie sollten eine Vorstellung davon haben, wie Menschen oder Gruppen interagieren, einen starken Glauben an das eigene Leistungsvermögen besitzen sowie die Fähigkeit in Entscheidungen ihre Intuition mit einfließen zu lassen.

Den Unterschied zwischen dem Intelligenzquotienten und der emotionalen Intelligenz definiert Daniel Goleman wie folgt: Während alle Menschen mit einem gewissen Maß an angeborener Intelligenz ausgestattet sind, die sich nach den Jugendjahren nicht mehr wesentlich verändert, ist die emotionale Intelligenz größtenteils eine erlernte. Im Laufe seines Lebens hat jeder Mensch die Möglichkeit zu lernen, seine Impulse und Gefühle zu kontrollieren, sich selbst zu motivieren und sich sozialbewusster zu verhalten.

Kurzbiographie: Daniel Goleman

Daniel Goleman verbrachte seine Kindheit in Stockton in Kalifornien und besuchte dort das Amherst College. Er studierte Psychologie an der Harvard Universität und machte seinen Doktor bei David McClelland. Goleman ist im Vorstand des Forschungskonsortiums für emotionale Intelligenz in Unternehmen an der Rutgers University. Zu seinen weiteren Bücher zählen: „Meditation. Wege nach innen“ (1990, Heyne), „Emotionale Führung“ (2002, Ullstein Tb), „Dialog mit dem Dalai Lama. Wie wir destruktive Emotionen überwinden können“ (2003, Dtv).

Von Hans Klumbies

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